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Es gibt mehrere potentielle Nutzen der Beteiligung von Stakeholdern an Entscheidungen zur Nachhaltigen Entwicklung und ihrer Umsetzung, unter anderem: Qualität: Verschiedene Stakeholder tragen spezifische Erfahrungen und Wissen bei, daß anderen nicht notwendigerweise zur Verfügung steht. Sie einzubeziehen trägt somit zur Qualität von Meinungsbildung und Entscheidung bei (z.B. im Hinblick auf Normen und Standards). Die Anforderung an alle Beteiligten, ihre Argument auf Fakten und Überprüfung von Anderen zu gründen, sowie der Austausch unter verschiedenen Stakeholdern kann somit Beiträge hoher faktischer Qualität liefern. Glaubwürdigkeit von Entscheidungen und Entscheidungsprozessen: Die Einbeziehung von Stakeholdern in Entscheidungsprozesse verleiht diesen Prozessen und den schließlich getroffenen Entscheidungen selbst höhere Glaubwürdigkeit, weil sie die größte Bandbreite möglicher Beiträge zur Kenntnis genommen und die verschiedenen Interessen ausbalancieren (oder dies zumindest können). Solcherart Glaubwürdigkeit geht jedoch verloren, wenn Stakeholder zwar "angehört" werden, ihre Beiträge aber keinen Einfluß auf die zu treffenden Entscheidungen nehmen, oder es zumindest einen vorhersehbaren Prozeß möglicher Einflußnahme gibt. Mit anderen Worten, Beteiligung muß Sinn und Bedeutung haben, andernfalls zieht sie eher Glaubwürdigkeitskosten als -nutzen nach sich. Beteiligung muß auch auf die gleichwertige Repräsentation verschiedener Beiträge und Interessen angelegt sein. Andernfalls werden die Beteiligten den Eindruck gewinnen, daß jene Gruppen, denen ausreichend Ressourcen zur Verfügung stehen, unverhältnismäßig viel Einfluß auf Entscheidungen haben und dafür sorgen, daß ihre Interessen besonders berücksichtig werden. Glaubwürdigkeit von Umsetzungsstrategien und -anstrengungen: Partnerschaftliche Umsetzungsstrategien beziehen verschiedene Gruppen / Organisationen ein, deren Interessen nicht unbedingt dieselben sind. Die Menschen wissen, daß Zusammenarbeit über die Grenzen von Interessengruppen hinweg schwierig ist - das Ergebnis der Identifikation von Gemeinsamkeiten, Vertrauensbildung, und häufig Kompromißfindung. Wenn all dies in einer gleichwertigen, transparenten und demokratischen Weise geschieht, dann gebührt den Ergebnissen Respekt, und sie werden sehr mit größerer Wahrscheinlichkeit als legitim angesehen als Anstrengungen, die von nur einer Interessengruppe unternommen werden. Dies trägt zur moralischen Autorität von Ergebnissen aus Multi-Stakeholder Prozessen bei. Wahrscheinlichkeit von Einfluß und konkreten Ergebnissen: An einem Multi-Stakeholder Prozeß teilzunehmen und damit teilweise verantwortlich zu sein für seine Ergebnisse erhöht das Gefühl and Verpflichtung gegenüber den Ergebnissen. Infolgedessen werden MSP-Beteiligte häufig größere Anstrengungen unternehmen, die Ergebnisse anderen verständlich zu machen und sie umzusetzen. Allgemeiner gesellschaftlicher Nutzen: Demokratische Beteiligung, gleichwertiges Engagement und transparente Entscheidungsprozesse und -strukturen tragen bei Stakeholder-Gruppen und einzelnen BürgerInnen zur der Überzeugung bei, daß die Entscheidungen in der Tat die eigenen sind. Erfolgreiche Kommunikation über unterschiedliche Interessen und Wettbewerb hinweg, sowie Konsensbildung und gemeinsame Entscheidung kann gegenseitigen Respekt und Toleranz erhöhen. Dies kann dazu beitragen, Gesellschaften aus der Erstarrung in Konflikten herauszuführen.
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