MSPs im Kontext

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Menschen im Mittelpunkt *: Multi-Stakeholder Prozesse sind darauf angelegt, Menschen und ihre Erfahrungen, ihr Wissen und ihre Meinungen - nicht Institutionen oder Dokumente - in den Mittelpunkt von Meinungsbildung, Entscheidungsfindung und -umsetzung zu stellen. MSPs sind ein politisches Phänomen, die in gewisser Weise die Entwicklung demokratischer Normen und republikanischer (nicht-feudaler) Institutionen rekapitulieren. Diese Prozesse sind jedoch irregulär und häufig auch überraschend un-geregelt und gesetzlich kaum verankert. Multi-Stakeholder Prozesse haben in den letzten Jahren begonnen, Einfluß auf wichtige politische Kontroversen zu nehmen (s.z.B. die "World Commission on Dams", www.dams.org ). Damit sind sie allerdings auch zum Objekt zahlreicher Manipulationsversuche geworden. Die Zukunft wird noch zeigen, ob die Entwicklung der sogenannten Partnerschaftsinitiativen im Prozeß des Johannesburg-Gipfels ein Beispiel solcher Manipulation sind, die mit dem ursprünglichen Versuch von Demokratisierung und gleichwertiger Beteiligung wenig zu tun haben.

Nachhaltige Entwicklung und kultureller Wandel: Multi-Stakeholder Prozesse stellen neue Formen der Beratung, des Dialoges, der Debatte, und der Zusammenarbeit dar, die vor allem im Bereich der Nachhaltigen Entwicklung hervortreten. Diese Formen des Engagements und der Interaktion haben ein besonderes Potential, zur Verwirklichung von Nachhaltiger Entwicklung beizutragen. Zugleich stellen sie neue Anforderungen and Regierungen, internationale Organisationen, an gewohnte Prozesse und Strukturen, und damit auch an die Personen, die in diesen Organisationen arbeiten und sie repräsentieren.

Multi-Stakeholder Prozesse entwickeln sich, weil es einen (zumindest wahrgenommenen) Bedarf an neuen Methoden gibt, die es uns erlauben, die heutigen dringenden Nachhaltigkeitsprobleme offener und effektiver anzugehen. Ganz allgemein gesprochen bedürfen sie jedoch nicht nur neuer institutioneller Regelungen, z.B. für Zusammentreffen und Terminpläne, sondern sie fordern auch ganz grundlegend die politische Kultur heraus: Bei Anerkennung von unterschiedlichen Interessen steckt in ihnen das Bemühen, Wettbewerb zu überwinden, wo es notwendig ist. Sie fordern alle Akteure heraus, so miteinander umzugehen, daß sie Gemeinsamkeiten erkennen und Wege gemeinsamen Handelns entdecken, die auf gegenseitigem Respekt und Konsens beruhen. Sie erfordern Offenheit und Transparenz statt Korridorgesprächen und Abmachungen hinter vorgehaltener Hand; aktives Zuhören statt dem Streiten um Redezeit; Verstehen und Rollenübernahme statt Überzeugen oder Bezwingen. Sie haben auch das Potential, neue und unwahrscheinliche Koalitionen zu ermöglichen, in denen bisher widerstreitende Kräfte zusammenarbeiten. Solche Koalitionen könnten ein erheblich größeres Potential haben, die erforderlichen grundlegenden Veränderungen hin zu einer globalen Nachhaltigen Entwicklung herbeizuführen.

 

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Ziele von MSPs

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Nutzen von Partizipationsprozessen

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MSPs im Kontext: Menschen im Mittelpunkt, kulturelle Entwicklung, Nachhaltige Entwicklung

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Prinzipien & Praktische Schritte von MSPs (Englisch)

 

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* Gemeint ist hier der Versuch, aus dem bekannten Satz des Organisationspsychologen und Führungsspezialisten Oswald Neuberger einen bestimmten "Punkt" zu entfernen: "Der Mensch ist Mittel. Punkt."

Copyright © Minu Hemmati, 2003; 2004